Generalsanierung der Strecke Troisdorf–Wiesbaden (Juli bis Dezember 2026)

Schnellumbauzug SUM 315 "Büffel"

Die Bahnstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden wird im Rahmen der Generalsanierung zwischen dem 10. Juli und 11. Dezember 2026 umfassend modernisiert. Ziel ist es, die Strecke zu sanieren und damit eine zuverlässigere und attraktivere Infrastruktur zu schaffen. Dank neuer elektronischer Stellwerkstechnik können die Züge künftig flexibler gesteuert werden und noch verlässlicher über die Rheinstrecke fahren.

Modernisierung der Bahnhöfe

Ein besonderer Fokus liegt auf 36 Stationen entlang der Strecke: Diese werden modernisiert und zu einem großen Teil barriere- oder zumindest stufenfrei ausgebaut. In enger Abstimmung mit den Kommunen plant die Deutsche Bahn beispielsweise die Erneuerung von Personenunterführungen, die Verlängerung von Bahnsteigen sowie eine neue, attraktive Gestaltung, bessere Beleuchtung und moderne Möblierung an den Verkehrsstationen. 
Für Sie als Kundinnen und Kunden im Personen- und Güterverkehr bedeutet das: pünktlichere Züge und eine spürbar bessere Betriebsqualität. Mit der Generalsanierung schaffen wir gemeinsam eine leistungsfähige und zukunftssichere Bahninfrastruktur für die gesamte Region am rechten Rhein! 

Erfolgreiche Vergabe aller Bauaufträge  

Im Oktober 2025 hat die DB InfraGO die letzten Bauaufträge für die Generalsanierung der rund 160 Kilometer langen Strecke von Nordrhein-Westfalen bis Hessen vergeben. Für den Bauabschnitt zwischen Troisdorf und Unkel wurden die Bauleistungen in zwei Hauptbaulosen vergeben. Eine Bietergemeinschaft der Firmen Schweerbau und Eiffage hat den Zuschlag für das Hauptbaulos nördlich des Ausbauprojektes S13 (Troisdorf – Bonn-Oberkassel) erhalten. Für den Abschnitt südlich des Ausbauprojekts S13 erhielt die Firma Strabag Rail den Zuschlag. Bereits im Sommer 2025 konnte die DB InfraGO die Bauleistungen für die vier weiteren Bauabschnitte in Rheinland-Pfalz und Hessen vergeben. Jetzt können die Teams mit den Detailplanungen für den Bauabschnitt in Nordrhein-Westfalen beginnen. 

Die geplanten Bauarbeiten in Nordrhein-Westfalen im Detail 

Während der fünfmonatigen Generalsanierung der rechten Rheinstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden plant die DB allein auf nordrhein-westfälischem Gebiet insgesamt mehr als 15.000 Meter Gleis zu erneuern, über 50 Weichen auszutauschen, die Oberleitung auf rund 16.000 Metern zu wechseln sowie die Bahnhöfe Niederdollendorf, Königswinter, Rhöndorf und Bad Honnef zu modernisieren. Der Bahnhof Bad Honnef wird dabei um 500 Meter nach Norden an den Endpunkt der Stadtbahnlinie 66 verlegt. Zusätzlich treibt die DB den Neubau der Personenunterführung an der Drachenfelsstraße in Königswinter voran.  

Umfassendes Ersatzverkehrskonzept für 2026 in Vorbereitung 

Die Züge des Fernverkehrs fahren regulär nicht über die rechte Rheinstrecke und sind somit nicht von den Bauarbeiten betroffen. Für den Regionalverkehr erarbeiten die Eisenbahnverkehrsunternehmen und die im Nahverkehr zuständigen Aufgabenträger gemeinsam mit der DB ein leistungsstarkes Verkehrskonzept für die Dauer der Generalsanierung. Güterverkehrszüge werden während der Streckensperrung umgeleitet. Hierfür bereitet die DB vorab auch etwaige Umleiterstrecken vor. Ziel ist es, die Einschränkungen für Reisende und Güterverkehrskunden während der Bauzeit möglichst gering zu halten.  
Voraussichtlich im Frühjahr 2026 sollen die Planungen hierfür abgeschlossen werden. Im Nachgang werden alle Beteiligten die Öffentlichkeit umfassend informieren. 

Vorbereitende Baumaßnahmen 

Die vorbereitenden Arbeiten für die Korridorsanierung haben bereits im Sommer 2025 begonnen. Seit Mitte Juni führt die DB auf der Strecke zwischen Troisdorf, Unkel und Wiesbaden diverse Arbeiten durch. Dazu gehören Kampfmittelsondierungen und Baugrunduntersuchungen, bauliche Vorbereitungen für künftige Lärmschutzwände sowie Kabeltiefbau- und Signalarbeiten für neue Stellwerke. Außerdem richten die Baufirmen die Baustellen- und Logistikflächen entlang der Strecke her.  
Parallel treiben die Teams auch den Ausbau der S13 zwischen Troisdorf und Bonn voran. Erst im August hat die DB InfraGO das neue elektronische Stellwerk in Bonn-Beuel in Betrieb genommen und damit einen wichtigen Meilenstein für das Ausbauprojekt erreicht. Bis Dezember 2025 stehen weitere Ausbauarbeiten an Brücken, Gleisen, Weichen und Bahnhöfen auf dem Programm.